Architekturfotografie Preise

Architekturfotografie Preise in 2022

Was kostet gute Architekturfotografie? Was sollte und was darf Architekturfotografie kosten?
Welche Faktoren gibt es für den Preis und welche Posten fließen in ein Angebot mit ein?
Diesen Fragen widmen wir uns heute und fangen für ein besseres Verständnis zunächst mit ein paar Basics an.

Was kostet ein Architekturfotograf?

Zwischen 1.000€ und 5.000€ bewegen sich die Preise für eine einfache bis mittelgroße Produktion.
Je nach Standort, Erfahrung des Architekturfotografen, Umfang des Jobs und der gewünschten Lizenzgebühren.
Die Tagessätze liegen zwischen 800€ und 5.000€, Lizenzgebühren zwischen 50€ und 500€ pro Bild.

Definition Architekturfotografie?!

Zuerst müssen wir kurz definieren, über welche Art der Fotografie wir hier sprechen.

Wir beziehen uns natürlich auf die kommerzielle Architekturfotografie von etablierten Fotografen und Fotografinnen, welche sich auf dieses eine Feld der Fotografie spezalisiert haben. Sprich Auftragsarbeiten für Architekturbüros, Baufirmen und Immobiliengesellschaften.
Künstlerische Architekturfotos und ambitionierte Hobbyfotografie blenden wir bei unseren Preisüberlegungen erstmal aus.
Auch versuchen wir uns auf reine Architekturfotografie zu konzentrieren.
Ein Preisvergleich mit Kolleg*innen, die gleichzeit noch Hochzeitsbilder machen, hinkt oft.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Um es ganz einfach zu halten:

Tagessatz Fotografie + Lizenzgebühren/Bildbearbeitung pro Bild +Auslagen = finaler Preis

Je nachdem unter welchen Umständen fotografiert wird, berechnen Architekturfotografen noch Gebühren für:

  • Fotoassistenz
    Eine Fotoassistenz macht immer dann Sinn, wenn neben dem eigentlichen Fotografiervorgang noch viel arrangiert oder organisiert werden muss. So müssen bei größeren Projekten eventuell viele kleine Details arrangiert werden, oder Menschen im Bild koordiniert werden. Auch kann es vorkommen, dass zeitgleich mit mehreren Kameras fotografiert wird, welche dann von der Fotoassistenz mit bedient werden.
  • besonders aufwändige Retuschearbeiten
    Eine Grundlegende Retusche ist in den Architekturfotografie Preisen natürlich meist enthalten. Nicht selten müssen jedoch größere Retuschearbeiten vorgenommen werden, da z.B. störende Objekte im Bildausschnitt waren oder gewisse Bauabschnitte noch nicht fertiggestellt waren.
  • Miete von Spezialequipment (Hubsteiger, Drohnen, extra hochauflösende Kameras)
    Geht das Kundenbriefing über die „üblichen“ Perspektiven und Anforderungen an eine Architekturfotografie Produktion hinaus, fallen eventuell Kosten für Hubsteiger, Drohnen oder Helikopterflüge an. Ist die Veröffentlichung auf z.B. extra großen Plakatwänden gewünscht, können Kosten für Kameras mit mehr als 50 Megapixel Auflösung anfallen.
  • Datenübergabe per Festplatte
    In der Regel erhalten die Auftraggeber das finale Bildmaterial in einer Cloud als Download. In seltenen Fällen ist die Bildübergabe jedoch auch auf Festplatte oder USB-Speichermedium gewünscht, wenn es sich z.B. um extrem große Daten handelt. Hier werden dann die zusätzlichen Kosten für die Festplatte, sowie den Versand fällig.
  • längere Anfahrten
    Viele Architekturfotografen haben einen fixen Radius, indem die Anfahrt inkludiert ist. Geht es darüber hinaus, wird die Anfahrt mit den üblichen Berechnungsmethoden kalkuliert.
  • Expresszuschlag für eilige Arbeiten
    Handelt es sich um besonders eilige Aufträge, oder benötigen die Auftraggeber nach der Produktion z.B. noch tagesaktuell das Bildmaterial, um es zu veröffentlichen, so berechnen viele Architekturfotografen hier einen „Expresszuschlag“.
  • Property Release Gebühren
    In seltenen Fällen verlangen die Eigentümer des zu fotografierenden Grundstücks eine Gebühr dafür, dass Sie Zugang zu diesem bieten, um die Produktion zu ermöglichen. In den Architekturfotografie Kosten ist dies meist nicht inkludiert. Als Auftraggeber haben Sie hier vermutlich den direkteren Draht zum Eigentümer und sollten sich im Vorfeld die Genehmigung einholen.

Diese Posten beinhalten natürlich noch deutlich mehr, als die bloße Aufnahme und Retusche von Bildern. Ein guter Architekturfotograf erstellt mit Ihnen zusammen ein Briefing, welche Motive zu Ihrem Vorhaben passen, welche Formate und Beschnitte in Ihrem Medium wirken und wann und wie die beste Uhrzeit für die jeweiligen Aufnahmen ist. Des weiteren hilft er Ihnen bei der Planung für die Produktion, ob Bereiche gesperrt werden müssen, eine Parkverbotszone benötigt wird oder ob eventuelle Genehmigungen eingeholt werden müssen. Die Kosten für Architekturfotografie sind daher nicht immer auf den ersten Blick direkt zu benennen, da es viele unterschiedliche Variablen gibt.

Auch Wetter und Lichtstimmungen müssen genau beobachtet und geplant sein, um die gewünschten Motive zu erstellen.

Dieser Service sollte jedoch bei jedem Fotografen, der sein Geld wert ist, im jeweiligen Tagessatz inkludiert sein.

Architekturfotografie Kosten

Universität Kolding, Kolding Dänemark


Tagessatz – was bedeutet das?

Es hat sich etabliert, die kreative Leistung in der Architekturfotografie in einem Tagessatz zusammen zu fassen. Wie bereits erwähnt, beinhaltet der Tagessatz die Planung im Vorfeld, die Aufbereitung der Location für die Produktion (moderates Staging, Locationscouting, Lichtstimmungen erzeugen), sowie die finalen Aufnahmen der anvisierten Perspektiven.

Der Tagessatz umfasst dabei jedoch wesentlich mehr, als das schnelle Abfotografieren der einzelnen Motive. Mit der Buchung für den ganzen Tag, stellt der Kunde auch sicher, dass der Architekturfotograf auch die Zeit hat, um auf die richtige Lichtstimmung zu warten.
Ja, Fotografie ist manchmal auch ein Wartespiel 🙂

Einen Punkt gibt es, bei dem sich die Arbeitsweisen verschiedener Architekturfotografen unterscheiden:

– die einen erstellen Ihnen eine größere Auswahl an Motiven und Bildideen, aus denen Sie im Nachgang die finalen Bilder wählen können
– die anderen erstellen nur jeweils die geplanten Motive, jedoch mit mehr Fokus auf diese

Welche Variante für Sie besser funktioniert, müssen Sie als Auftraggeber entscheiden. Wissen Sie bereits, welche Ansichten wichtig sind? Oder wollen Sie auf das kreative Auge des Architekturfotografen vertrauen?

Warum berechnen Architekturfotografen einen ganzen Tag, auch wenn die Aufnahmen nur 2 Stunden dauern?

Die Frage ist berechtigt, warum muss man den ganzen Tag zahlen, wenn die Aufnahmen teilweise auch in kürzerer Zeit erstellt sind?

Die kurze Antwort:

Opportunitätskosten.

Die lange Antwort:

Architekturfotografen arbeiten natürlich immer dann, wenn das Licht für das entsprechende Projekt ansprechend ist. Das kann morgens, mittags, abends oder auch Nachts sein. Aufgrund des hohen Aufwandes bei der Erstellung von guter Architekturfotografie, kann es sogar sein, dass an 2 oder 3 Tagen eine ähnliche Lichtstimmung fotografiert werden muss, da das Zeitfenster zu knapp ist. So ist das optimale Zeitfenster für Dämmerungsaufnahmen z.B. nur 10 Minuten lang, was realistisch betrachtet nur 2 gute Aufnahmen in dieser Lichtstimmung ermöglicht.

Was für den Laien im finalen Produkt nach nicht viel Aufwand aussieht, benötigt in der Produktion also manchmal mehrere Tage. Dies spiegelt sich dann in den Kosten und Preisen für Architekturfotografie wieder.

Man kann also keine 2 Jobs, die zwar nur jeweils 2 Stunden dauern, in einen Tag packen, wenn diese jeweils Vormittags durchgeführt werden müssen.
Somit kauft der Kunde mit dem Tagessatz quasi die Verfügbarkeit für die besten Lichtverhältnisse ein.

Abgesehen davon, geht es nach der Aufnahme erst richtig los. Die Daten werden gesichert, die Bilder gesichtet, Vorauswahlen erstellt, ein Look gefunden und eventuelles Mietequipment muss retourniert werden.

Grundsätzlich empfiehlt es sich also als Architekturfotograf nicht mehr als 1 Job pro Tag anzuvisieren (auch wenn es zeitlich passen würde), da die kreative Qualität dann doch sehr darunter leidet.

Bildretusche – was ist inkludiert?

Fotograf*innen unterscheiden zwischen Bildentwicklung, Bildretusche und Bildmanipulation.
Alles kann unter „Bildbearbeitung“ zusammengefasst werden.
Grundsätzlich ist die Bildentwicklung und leichte Retusche in den Architekturfotografie Preisen meist inklusive, bzw. mit einer Standardgebühr abgedeckt.

Die Bildentwicklung umfasst die „Lookfindung“ des Bildes, sprich wie hell/dunkel soll es sein, wieviel Kontrast und wie soll die Farbwirkung sein.
Teilweise wird auch der Begriff RAW Konvertierung/Entwicklung benutzt.

Die leichte Bildretusche beinhaltet das Entfernen von kleineren Makeln oder Elementen wie Steckdosen, Flecken oder Kabeln. Ab und an wird auch ein Himmel ausgetauscht.

Sollen größere Elemente wie Autos verschwinden, oder z.B. der komplette Ausblick aus dem Fenster verändert werden, wird dies in der Architekturfotografie meist mit einem Aufpreis berechnet, da der Aufwand wesentlich höher ist. Dies läuft dann unter aufwändiger Retusche bzw. Bildmanipulation.

Lizenzgebühren

Das Thema Lizenzgebühren regelt jeder Architekturfotograf etwas anders. Die einen trennen Bildbearbeitung und Lizenzgebühren, die anderen fassen dies als einen Kostenpunkt pro Motiv zusammen.

Es lässt sich jedoch sagen, dass alle professionellen Fotograf*innen in der Architekturfotografie Lizenzgebühren berechnen. Von Angeboten à la „Alle Rechte für alle Bilder inklusive“ rät es sich, Abstand zu nehmen. Das mag zwar in anderen Branchen üblich sein, zeugt aber von kaum bis keiner Erfahrung in der Architekturfotografie.

Wie in dem Wissensartikel „Was sind Nutzungsrechte in der Architekturfotografie?“ etwas ausführlicher beschrieben, gibt es verschiedene Lizenzen, welche unterschiedlich bepreist werden. Oft ist ein Basisnutzungsrecht über bestimmte Konditionen inkludiert. Benötigt ein Kunde z.B. ein zeitlich unbegrenztes, ein exklusives oder ein ausschließliches Nutzungsrecht, wird dies oft mit Faktor 2-5 der ursprünglichen Lizenzgebühren berechnet. Je nach Umfang.

Preise und Kosten Architektur Fotografie

Elbbrücken U-Bahn Station, Hamburg Hafencity


Welche persönlichen Preisfaktoren hat ein Architekturfotograf?

#1 Erfahrung

Die größten preislichen Unterschiede in der Architekturfotografie ergeben sich natürlich aus der Erfahrung des Architekturfotografen. Mit zunehmender Erfahrung in der Architekturfotografie, steigt der Wert, den der Fotograf mit seinen Bildern für seine Kunden generieren kann. Er kann größere „Probleme“ bei der Bilderstellung meistern, mit schwierigen Lichtsituationen umgehen und die kreativen Möglichkeiten für den „Wow-Faktor“ sind ausgeprägter.

Weiterhin kann er seine Erfahrung einbringen, um die Produktion bereits im Vorfeld effizienter zu gestalten und die Kunden bereits vorab beraten, auf was es beim Produktionstag ankommt, damit die Bilder entstehen, die dem Kunden wirklichen Nutzen bringen.

Das Portfolio eines Architektufotografen sollte Ihnen erste Anhaltspunkte geben, wie erfahren der- oder diejenige ist und ob bereits größere Kunden bedient wurden.
Schauen Sie auch, ob der Fotograf bereits Erfahrung mit z.B. Innenräumen hat, wenn Sie eine Interior Produktion planen.

Je nach Risikotoleranz und Budget lassen sich also Fotografen in verschiedenen Preiskatergorien finden.

#2 Reputation & Ausrichtung

Es gibt auch als Architekturfotograf verschiedene Schwerpunkte und Ausrichtungen, welche den Preis beeinflussen.

Versteht sich der Fotograf als reiner Künstler, der einen eigenen Stil verfolgt, nur auf analogem Equipment arbeitet und bei seiner Projektauswahl sehr picky ist?
Dann wird sich das in einem entsprechend hohen Preis widerspiegeln.

Auf der anderen Seite finden wir reine Dienstleister, die prozessoptimierte Lösungen für Firmen anbieten und somit transparentere Preise anbieten können.

Weiterhin gibt es innerhalb der Architekturfotografie noch Spezialisierungen auf z.B. Außenansichten, Interiorfotografie, Hotelfotografie, Hochbildspezialisten, Messefotografie etc., welche natürlich alle etwas unterschiedlich bepreist werden.

Ein Architekturfotograf, der 10 Außenansichten eines Objektes in verschiedenen Lichtstimmungen zu verschiedenen Tageszeiten erstellt und abhänging vom Wetter ist, benötigt natürlich auch wesentlich länger, als ein Messefotograf, der bei optimalen Bedingungen Indoor 10 Ansichten erstellt.
Auch das spiegelt sich im Archtiekturfotografie Preis wieder.

Weiterhin lohnt es sich auf die Referenzliste zu schauen, ob sich nahmhafte Firmen finden lassen.
Sind Mitbewerber von Ihnen unter seinen Kunden? Dann wird er in Ihrer Preisklasse spielen.
Je größer die Kundennamen, desto ausgebuchter ist der Fotograf in der Regel, was sich auch wieder im Preis bemerkbar macht.

#3 Standort

Nicht zu vernachlässigen ist der Standort des Fotografen.
Wie auch bei anderen Dienstleistungen, sind die Preise aufgrund von höheren Lebens- und Betriebskosten in Ballungsgebieten etwas höher, als in ländlichen Regionen. Außerdem macht die Architekturfotografie wirtschaftlich fast nur in größeren Städten Sinn, da hier die Firmen und potentiellen Kunden sitzen.

Ein Fotograf in einer großen Stadt hat demnach mehr potentielle Kunden, um seine Preise zu erzielen.

Grundsätzlich lässt sich sagen, je größer die Stadt, umso höher liegen die Preise.

Aber was kostet es denn nun?

Okay, jetzt haben wir eine Menge um den heißen Brei geredet.
Klar, niemand möchte sein Angebot vergleichbar machen und von der Konkurrenz unterboten werden.

Es lässt sich jedoch sagen, dass eine Produktion in der Architekturfotografie unter 1.000€ wenig Sinn macht.

Alles, was günstiger ist, ist meist ein Glücksspiel und nicht selten zahlt man zweimal, da die Ergebnisse im ersten Anlauf ungenügend waren.

Nach meiner Erfahrung halten sich die Preise in Deutschland relativ stabil.
Die Architekturfotografie ist für ambitionierte Amateure meist zu komplex, als dass ein Preisdumping stattfindet.
Eine leichte Preissteigerung ist inflationsbedingt zu registrieren.

Du hast Fragen zum Thema oder benötigst ein Angebot?

Lass uns einfach mal drüber sprechen!
Gerne berate ich dich kostenfrei rund um die Architekturfotografie.




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