Neulich fragte mich ein guter Freund, ob er mich einmal für den NDR mit der Kamera begleiten darf, um ein Portrait von dem Beruf des Architekturfotografen zu drehen.

Klar, warum nicht?
Die Kamera stört ja nicht, es ist bestimmt gute Werbung und das bisschen in die Kamera reden kriege ich auch noch hin, dachte ich mir.

Das einzige Manko dabei war „Wir müssten das morgen drehen. Hast du da einen Job?“

Hatte ich tatsächlich, allerdings für einen Neukunden, wo ich keine Kamera dabei haben wollte. Mist.

Eine Möglichkeit hatte ich jedoch noch, die Frage war nur, ob mein NDR Kumpel auch um 4 Uhr morgens aufstehen wollte für seinen Beitrag. Wollte er tatsächlich und so packten wir um 4:30 Uhr das Auto und fuhren durch den Elbtunnel Richtung Lüneburg.

Auf meiner Liste mit potentiellen Gebäuden fürs Portfolio war die Leuphana Universität mit dem Zusatz „Sonnenaufgang“ versehen, da die interessante Gebäudeseite Richtung Nordwesten zeigt und wir somit bei Sonnenaufgang ein schönes Streiflicht hätten.

Beim Einladen regnete es zwar noch ein bisschen, bis wir angekommen waren, hatten sich die Regenwolke jedoch schon in super fotogene Floccuswolken verwandelt.

Super witzig war es, dass ich jedes Foto ca. 10 mal für die Kamera machen musste, wobei diese natürlich im Bild war.

Architekturfoto mit Kameramann im Bild

Alle Einstellungen mussten natürlich von der Kamera aus verschiedenen Winkeln aufgenommen werden.

Und jedes mal muss natürlich konzentriert alles gecheckt und immer noch einmal durch den Sucher kontrolliert werden. Ein bisschen außerhalb der Komfortzone war es tatsächlich dann auch vor der NDR Kamera Fragen zur eigenen Arbeit beantworten zu müssen, wie z.B.:

„Warum muss man um 4 Uhr aufstehen für das Foto? Um 16 Uhr ist es doch auch hell?!“

Haben Sie einen eigenen Stil und wenn ja, wie würden Sie ihn beschreiben?“

„Wie wird man Architekturfotograf und können Sie den Beruf weiterempfehlen?“

Der Beitrag befindet sich noch im Schnitt beim NDR und kann dann hoffentlich bald veröffentlich werden.

Das war es eigentlich auch schon an „Making of“ zu diesem Foto. Das frühe Aufstehen und das schöne Licht zum Sonnenaufgang machen das Bild ja bereits zu 95% aus. In Photoshop habe ich dann lediglich noch ein bisschen die Kontraste angepasst und „aufgeräumt“, der Rest passte bereits.

Anbei noch ein paar Schnappschüsse von der Produktion.

Achja, ich bin übrigens auf Sony Kameras gewechselt und war somit mit folgendem Equipment unterwegs:

Sony A7III Vollformatkamera*
Canon 17mm Tilt-Shift*
Canon 24mm Tilt-Shift*
Canon 50mm 1.8*
Sigma Mount Converter MC-11 von Canon zu Sony E-Mount*

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