Oft werde ich gefragt, ob ich nicht ein paar Immobilienfotografie Tipps parat habe, ein paar Einstellungen, mit denen alles besser aussieht. Daher starte ich eine kleine Reihe mit Tipps für bessere Immobilienfotos

Immobilienfotografie Tipps für bessere Fotos

Wir konzentrieren uns heute auf 3 Basics:

Mit 3 einfachen Tipps gelingen Immobilienfotos gleich viel besser

Benutze ein Stativ!

Kein Architektur- oder Immobilienfotograf wird sein Haus jemals ohne ein Stativ verlassen!
Es sieht nicht nur professionell aus, sondern hat auch für Einsteiger immense Vorteile:

  1. Die Verwacklungsgefahr geht gleich null
  2. Die Bildkomposition lässt sich auf einem Stativ viel besser und genauer einstellen
  3. Du kannst an dunklen Tagen länger belichten
  4. Man sieht, dass du deine Arbeit und Fotos ernst nimmst

Natürlich nimmt ein Stativ ein wenig Platz weg und der Aufbau will gelernt sein, darüber sollte man jedoch hinweg sehen, wenn man sich weiter entwickeln möchte. Ohne ein solides Stativ wären selbst meine Bilder nur Schnappschüsse.

Als Einsteigermodell kann ich folgendes Stativ empfehlen:

Dörr Pro Black 3XL Foto Stativ

Achte beim Kauf vorallem darauf, dass das Stativ einfach und bequem zu bedienen ist und nicht über fummelige Schrauben eingestellt werden muss.

Bei der Arbeit vom Stativ hat man die Hände frei und kann trotzdem ganz in Ruhe das Bild einstellen.

Achte auf stürzende Linien!

Nichts schreit mehr „Ich habe keine Ahnung von Fotos!“ als stürzende vertikale Linien in einem Architektur/Immobilienfoto!

Warum ist das so und was sind stürzende Linien?

Unterbewusst und bewusst wissen wir, dass Mauern und vertikale Linien zu 99% senkrecht sind und nicht schief zulaufen. Ein Haus mit schiefen Mauern würde in der Regel zusammen fallen. Wir sind mittlerweile zwar so an krumme Fotos gewöhnt, dass wir wissen, dass das Haus nicht zusammen fällt. Es sieht jedoch sehr unprofessionell aus und suggeriert unterbewusst „Hier stimmt etwas nicht!“

Die Zeiten in denen Immobilien mit dem größtmöglichen Weitwinkel schief und krumm von oben nach unten, oder unten nach oben, fotografiert werden, sind lange vorbei!

Links ein Beispiel mit (fast minimal) stürzenden vertikalen Linien (die Linien laufen zusammen), rechts das harmonischere Bild mit korrekten Vertikalen (die Linien verlaufen parallel).

Aber wie erreicht man nun, dass alles gerade ist?

Ganz einfach, man achtet darauf, dass man die Kamera ungefähr in der Mitte des Raumes (von der Deckenhöhe aus gesehen) positioniert und weder nach vorne oder nach hinten kippt. Meist kann man noch ein wenig nach unten gehen, da die Decke weniger interessant ist, als die Einrichtung. Natürlich darf die Kamera auch nicht nach links oder rechts kippen.

Wie bekommt man das am besten hin? Genau: Mit einem Stativ!

Alternativ kann man auch mit z.B. Adobe Photoshop/Lightroom eine digitale Korrektur der stürzenden Linien durchführen, sollte man minimal daneben gelegen haben.

Licht an oder Licht aus?

Wenn es eine Frage gibt, die ich am häufigsten gestellt kriege, dann ist es diese. Hier gibt es kein Patentrezept, sondern es kommt immer auf die Situation vor Ort an. Du kannst dir jedoch merken:

Ist es dunkel, Lichter aus, ist es hell, Lichter an!

Das klingt erst einmal nach einem Widerspruch, ist es auch! Aber überlege mal:

Ein Bild, welches mit eingeschalteten Lichtern fotografiert wurde, vermittelt, dass es ganz schön dunkel sein muss in dem Raum. In der Regel wollen wir genau das nicht vermitteln. Der Trick ist, dass wir einfach alle Lichter aus lassen und vom Stativ aus länger belichten, um das natürliche Tageslicht länger einfallen zu lassen. Schon sieht auch alles lichtdurchflutet aus.

Wie man sieht, sieht es nicht nur heller aus, sondern auch der Weißabgleich ist viel harmonischer

Achte bei dem obigen Bild einmal auf die Farben. Im Bild mit eingeschalteten Lichtern haben wir viele Farbverläufe von blau, türkis bis orange im Vordergrund. Das kommt von der unterschiedlichen Farbtemperatur zwischen Glühlampe und Sonnenlicht. Dabei wissen wir doch alle, dass die Wände eigentlich weiß sein sollten. Lassen wir die Lichter aus, haben wir nur eine Lichtquelle und auch dieses Problem gelöst und die Wände sind wunderbar weiß.

Im Gegenzug bei einem wirklich hellen Raum, fällt der unterschiedliche Weißabgleich nicht so sehr ins Gewicht und zur ohnehin schon hellen Grundstimmung, bekommt man noch ein paar Highlights mit den strahlenden Leuchtkörpern.

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Ich hoffe ich konnte dir einige nützliche Tipps für Immobilienfotografie an die Hand geben! Lass mir gern einen Kommentar da, falls du noch Fragen oder Anmerkungen hast. Alternativ kannst du mir auch eine Mail schreiben, oder mir auf Facebook folgen.